Kreiskulturhaus Schwedt, 1978

Irgendwo habe ich mal gelesen: „Architektur ist die teuerste Art von Kunst“. Obwohl man Kunst wohl kaum in Dollars ausdrücken kann, außer man betrachtet sie als Ware. Ich möchte darum mit dem unverfälschtem Kunstwerk anfangen.

Ich finde die gesamte Anordnung des Ensembles sehr gelungen.
Ein kleiner Palast, vom Volk für das Volk gebaut, an der damaligen Ernst-Thälmann-Straße.
Man kann deutlich die Strukturen in der Betonfassade sehen und auch die typischen Blumenkästen sind vorhanden.
Inschrift der Stehle vor dem Kreiskulturhaus.
Heutiger Zustand des ehemaligen Kreiskulturhauses.

Da fällt mir spontan der momentane Präsident der USA ein. Trump hat dem Iran gedroht, dass er die uralten historischen Kulturstätten auslöschen wird. Es ist schön, dass die typische Vorgehensweise der Eroberer mal so direkt ausgesprochen wird. Kultur zerstören, Identität zerstören, Bildung beseitigen, Geschichte umschreiben.

Natürlich kann man in Schwedt keine Bomben schmeißen. Aber man kann umgestalten, umbenennen oder über die Preisgestaltung den Zugang zu Kultur und Bildung einschränken. Hier schön zu sehen an effekthaschender Malerei. Ich frage mich oft warum sich „Künstler“ für so etwas hergeben. Vielleicht werden sie aus existenziellen Gründen in diese Schiene getrieben.

So sieht es heute an der Berliner Straße aus. Ernst Thälmann war auch nicht mehr zeitgemäß.

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