„Buchenwalddenkmal“, Fritz Cremer, 1958

In meiner Erinnerung ging der Schwur der Überlebenden so:
„Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus“

Ich habe im vorigen Jahr eine Ausstellung mit Plastiken von Fritz Cremer besucht. Es war das erste Mal, dass ich überhaupt Zugang zu dieser Art von Kunst gefunden habe. Ich fand die Plastiken extrem realistisch. Bei dieser Ausstellung war auch ein Modell dieses Mahnmales ausgestellt. Daher war es unausweichlich sich das Original anzusehen.

Der ganze Außenbereich des Denkmales ist hervorragend gestaltet. Sieben Sandsteinreliefe erzählen die Geschichte des Lagers bis zu seiner Befreiung. Diese sind noch original erhalten, zeigen also die Sichtweise der 1950-ger Jahre. Daran erfreut mich besonders, dass sich dadurch mit hoher Wahrscheinlichkeit Zeitzeugen in die Gestaltung eingebracht haben und die Erinnerung sehr authentisch ist.

„Buchenwald war ein faschistisches Konzentrationslager auf dem Ettersberg nördlich von Weimar. Im Juli 1937 als KZ Ettersberg eingerichtet, erhielt das Lager 1939 den Namen Buchenwald. 136 Außenkommandos des KZ Buchenwald wurden geschaffen, um vor allem die Rüstungsindustrie in Mitteldeutschland und dem Ruhrgebiet mit billigen Arbeitskräften zu versorgen ( Dora Mittelbau). Von 238980 Häftlingen aus 19 Nationen, die sich von 1937 bis zur Befreiung in Buchenwald befanden, fielen mehr als 56500 dem Mordterror der SS zum Opfer, unter ihnen Ernst Thälmann (18.8.1944).

Kommunisten des KZ bildeten 1938 eine illegale Organisation, die der Kern des 1943 gegründeten internationalen Lagerkomitees wurde. Es organisierte die illegale Arbeit unter den Häftlingen, rettete vielen das Leben und schuf die militärische Organisation, die das Lager am 11.04.1945 befreite. Auf dem Gelände des ehemaligen KZ B. wurde am 14. 9. 1958 eine Mahn- und Gedenkstätte eingeweiht, deren Zentrum, der über 50 m hohe Glockenturm und das „Mahnmal der Befreiung“ von Fritz Cremer ist. In den Gebäuden des ehemaligen KZ befinden sich die Thälmann-Gedenkstätte und ein Museum der Widerstandsbewegung.“

Quelle: Meyers neues Lexikon, VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1972

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