„Friedensbrunnen“, (Keramik-Stahlsculptur), 1985

Cottbus, Unigelände, Siemens-Halske-Ring, früher Theodor Neubauer Straße. Das Kunstwerk wird zur Zeit wegen einer Baumaßnahme durch einen Zaun geschützt. Den Künstler konnte ich nicht recherchieren. Foto 2020

Es verwundert mich, dass in unserem Land welches sich den Kampf gegen den Faschismus und gegen „Rechts“ auf die Fahnen geschrieben hat, alles getan wird, um das Gedenken an kommunistische, antifaschistische Widerstandskämpfer zu begraben. Welche Vorbilder sollen denn die heutige Jugend inspirieren? 1945 musste Theodor Neubauer seinen Kampf gegen den Faschismus mit dem Leben bezahlen.

Weitere Informationen zu diesem Kunstwerk sind in dem Kommentar von Ulrike zu finden. Danke.

Ein Kommentar

  1. Hallo Bücherfreund,
    ich habe mal ein wenig nachgeforscht und kann hier eine Ergänzung liefern:

    „Der „Friedensbrunnen“, der symbolisch die Weltkugel, den Lebensbaum und Tauben verkörpert, hat seinen Glanz verloren. „Er könnte doch aufgearbeitet und an anderer Stelle aufgebaut werden“, sagt Herles. Die Weltkugel war gedacht, dass sich ein Wasserball bildet, wenn der Brunnen in Betrieb ist. Aus Beton, Keramik und Metall ist dieses Kunstwerk im Jahr 1985 gefertigt worden“, sagt er.

    Es stamme von dem verstorbenen Cottbuser Künstler Walter Heinrich und dem Keramikzirkel der damaligen Ingenieurhochschule, sagt Rita Numrich vom städtischen Referat für Kunstförderung. Dieser Brunnen sei eines von mehr als 240 Kunstwerken in der Stadt im öffentlichen Raum. „Diese haben unterschiedliche Besitzer.“

    Laut Kerstin Sprock vom Brandenburgischen Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (BLB) gehört das Grundstück, auf dem der „Friedensbrunnen“ steht, der Stadt. Nicht geklärt sei aber, wem der Brunnen gehört. Weder Land noch Stadt haben auf Anfrage eine konkrete Antwort gegeben. Fakt sei, dass die Sanierung eines solchen Brunnens mit der veralteten Technik mehr als 200 000 Euro kosten würde. Dafür ist laut Rita Numrich kein Geld da. Außerdem sei das Umsetzen von Keramik mit der Gefahr verbunden, dass diese zerstört werde.

    Mit dem künstlerischen Erbe der DDR auf dem Campusgelände hatte sich eine Kommission der BTU im Jahr 1997 beschäftigt. Professor Jo Achermann, Vorsitzender dieser Kunst- und Baukommission, erzählt: „Da sich zu diesem Zeitpunkt die Uni baulich im Umbruch befand, war das dringend notwendig gewesen. Die ersten Anzeichen, dass die vorhandene Kunst entfernt wird, waren schon damals zu sehen.“ Das Anliegen der Kommission sei es gewesen, sich so neutral wie möglich den Kunstwerken zu nähern.

    Die Kommission hatte damals empfohlen, die Kunstwerke entsprechend ihrer Bedeutung in die Planungen und Umbauten einzubeziehen. Beim „Friedensbrunnen“ sei nicht klar erkennbar gewesen, ob es sich um ein Werk von Walter Heinrich handele, weil dieser Brunnen im damals existierenden Keramikzirkel entstanden sei, so Achermann. Interessant sei, dass dieser Brunnen auf der Denkmalliste der Stadt stehe – genau wie auch die Kunstwerke des ehemaligen Bildungszentrums „Mensch und Natur“ von Gerhard Bondzin, das Wandbild „Der Bauarbeiter“ von Walter Heinrich, die Sandsteinstele „Bauarbeiterdenkmal“ von Jürgen von Woyski, die Plastik „Zwei Mädchen in Muskauer Tracht“ von Heinz Mamat, das Wandrelief von Walter Heinrich und das Wandrelief von Stefan Klinkigk.“ (Presse)

    Es ist sehr interessant für mich, deinem Block zu folgen.
    Weiter so.

    Liebe Grüße Ulrike

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