Mosaik von Josep Renau?,1983 – 1. Teil

Erfurt, Moskauer Platz
Das berühmte monomentale Mosaik von Josep Renau “ Die Beziehung des Menschen zu Natur und Technik , 1983″ im Frühjahr 2019

Auf der Suche nach diesem Mosaik habe ich zwei Einwohner des Wohngebietes angesprochen. Sie wohnen dort schon fünf oder neun Jahre und kannten dieses Kunstwerk nicht. Es sieht aber so aus, als wenn ich ein passendes Wandstück für den Wiederaufbau des „denkmalgeschützten“ Kunstwerkes gefunden habe.

Wenn man überlegt wie rabiat der Staat gegen einfache Bürger vorgeht, die in ihren Altstadthäusern die „falschen“ Fenster einbauen, und dann mit Strafen in Höhe von mehreren Monatsgehältern belegt werden, ist dieser Zustand nicht zu erklären.

An diesem Kunstwerk gefällt mir auch der Standort. Es ist so platziert, dass es den Eingang in das Wohngebiet säumt. So ist es im gewissen Sinne auch eine Botschaft der Stadt an die hier wohnenden Menschen oder ein Ausdruck der Wertschätzung der Bewohner.

4 Kommentare

    • Da das Wandmosaik nun schon mehrere Jahre in der Versenkung verschwunden ist, konnten sich ausreichend Lokalpoltiker, Zeitungen und sonstige Mäzene um dieses Thema herum profilieren. Jedoch ist das unter Denkmalschutz stehende Wandbild immer noch nicht wieder angebracht.
      Ständig wurden finanzielle, handwerkliche oder Eigentumsfragen vorgeschoben.
      Wenn eine kleine Privatperson mal im Sanierungsgebiet falsche Fenster einbaut, gibt es gleich existensgefährdende Strafbescheide, aber bei so einem Kunstwerk werden immer beide Augen zugedrückt.
      Ich denke wir sind ein wohlhabendes Land? Warum kriegt dieses Land es nicht gebacken in 10 Jahren ein Kunstwerk wieder aufzubauen? Und warum läßt man überhaupt zu, dass so ein Bild abgebaut wird um eine kommerzielle Einrichtung zu bauen?
      Dieses Kunstwerk hat die DDR Bevölkerung erarbeitet und daher auch bezahlt. Und sie hat ein Recht darauf, dass dieses kulturelle Erbe gepflegt wird. Es sei denn wir fallen zurück in das dunkle Zeitalter der Maschinenstürmerei.

      Also ist es auch abartig, dass sich jetzt eine Firmenstiftung um die Erhaltung eines Kunstwerkes bemühen soll und sich damit die Lorbeeren unserer Kunst an die Fahne heftet.
      Ich werde daher den Firmenlink durch einen „neutralen“ Wikipedialink ersetzen. Eigentlich wollte ich das nicht tun, da die Wand ja für sich und die Stadt Erfurt spricht.

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      • Ich versuche mich manchmal in die Rolle der Planer von solchen Wohngebieten zu versetzen. An den Gebäuden selbst konnten man ja nicht viel machen. Sie waren standadisiert, nur deshalb war es ja mögich diese Mengen an Wohnungen zu bauen. Also wie die Wohngebiete so gestalten, dass die Menschen nach der Arbeit gerne nach Hause kommen? Und auch immaginär Ihr Zuhause als dieses wahrnehmen?

        Dazu wurden dann in Richtung der Hauptverkehrswege die Bauwerke künstlerisch gestaltet. In Rostock sind es die geschmückten Giebel, die man als erstes sieht wenn man von der S-Bahn kommt.
        In Erfurt war es z.B. der „Renau“ am Moskauer Platz.

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