
Das Karl-Liebknecht-Forum diente als Ort der Willenskundgebungen gegen Kriege und Aufrüstung und auch zur Erziehung der jungen Generationen in diesem Sinne. Ist das heute noch aktuell? Geht es wieder um Profit durch Rüstung?

Ein Blick in die Geschichte:
1912 wurde Karl Liebknecht im Potsdamer Wahlkreis in den Reichstag gewählt. Potsdam war zu der Zeit das reaktionäre, militaristische Zentrum Deutschlands. Liebknecht rechtfertigte später das Vertrauen der Potsdamer Arbeiter, indem er im Reichstag im Dezember 1914 gegen die Gewährung von Kriegskrediten stimmte.

Nachdem die SPD-Führung vollständig auf die Seite der Kriegsbefürworter gewechselt hatte gründete er 1916 die Spartakusgruppe, später Spartakusbund. In ihm waren die entschlossensten Kriegsgegner organisiert. Später ging daraus die KPD hervor. Natürlich schloss die SPD daraufhin Karl Liebknecht aus ihrer Partei aus. Auch Anklagen wegen Hochverrat ließen nicht lange auf sich warten. 1916 wurde Liebknecht zu 4 Jahren Zuchthaus verurteilt.

Ende Oktober 1918 wurde Liebknecht und andere politische Gefangene entlassen, um den wachsenden Unruhen in der Bevölkerung zu begegnen. Kurz danach kam es in Deutschland zur Novemberrevolution. Arbeiter, Matrosen und Soldaten kämpften für ihre Rechte und Karl Liebknecht rief auf dem Portal des Berliner Schlossen die „Freie sozialistische Republik Deutschlands“ aus. Am 16. Januar wurde Karl Liebknecht zusammen mit Rosa Luxemburg von der Konterrevolution ermordet.

Der Lebensweg dieses Kämpfers gegen Krieg und Unterjochung wird in den Bildtafeln des Karl-Liebknecht-Forums dargestellt.