Der Berliner Fernsehturm, 1969

1969 hat die Deutsche Post der DDR drei Briefmarken mit Motiven des Berliner Fernsehturms herausgegeben.

In Berlin wurde am 3. Oktober 1969 nach nur 4-jähriger Bauzeit das damals dritthöchste Gebäude der Welt fertiggestellt. Nur der Moskauer Fernsehturm und das Empire State Building waren höher.

Ich habe mir ein kleines Fachbuch besorgt….
(Berlin, Der Fernsehturm, Herausgeber Berlin-Information 1974)
….und daraus ein paar interessante Daten kopiert.

Es ist unbestritten, dass 1969 nicht viele Länder in der Lage waren, so ein Bauwerk aus eigener Kraft zu errichten. Daher ist der Fernsehturm auch ein Schaubild der Leistungsfähigkeit der DDR – Industrie und des Bildungsniveaus der Bevölkerung.

Einige Statistiken aus dem „Statistischen Jahrbuch der DDR, 1971“ sollen das verdeutlichen.

In der Energieproduktion pro Kopf liegt die DDR weltweit an 14. Stelle. Maßgebend dafür ist eine hochentwickelte Braunkohleindustrie.

„Energie ist die Fähigkeit, Arbeit zu verrichten“, beispielsweise das Brennen von Zement:

In der Zementproduktion pro Kopf belegte dir DDR 1969 den 14. Platz. Insgesamt wurden 1969 rund 7.410.000 t Zement produziert. Bei der Errichtung des Fernsehturms wurden rund 2.700 t Zement verbaut.

Aus architektonischer Sicht ist der „Spargel“ mit seinem Eingangsbereich und der angeschlossenen Brunnenanlage ein Kleinod. Die silberne Edelstahlkugel ist aus vielen Straßen der Stadt zu sehen und bildet dadurch das visuelle Zentrum Berlins.

Die Kugel ist fast die optimale Form für den geringstmöglichen Windwiderstand.

Perfekte Architektur

Die in der Kugel enthaltene Aussichtsplattform und das Drehrestaurant zeigen, dass in der DDR Gebäude für die Menschen und nicht für den Profit gebaut wurden. Natürlich gab es auch einen dazugehörigen Souvenirladen. Wer kann sich nicht an die Kugelschreiber in Fernsehturmform erinnern?

Die Fernsehturmumbauung.
Die beiden letzten Bilder sind auch aus dem oben genannten Buch.

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