


In Berlin wurde am 3. Oktober 1969 nach nur 4-jähriger Bauzeit das damals dritthöchste Gebäude der Welt fertiggestellt. Nur der Moskauer Fernsehturm und das Empire State Building waren höher.

(Berlin, Der Fernsehturm, Herausgeber Berlin-Information 1974)

Es ist unbestritten, dass 1969 nicht viele Länder in der Lage waren, so ein Bauwerk aus eigener Kraft zu errichten. Daher ist der Fernsehturm auch ein Schaubild der Leistungsfähigkeit der DDR – Industrie und des Bildungsniveaus der Bevölkerung.
Einige Statistiken aus dem „Statistischen Jahrbuch der DDR, 1971“ sollen das verdeutlichen.

„Energie ist die Fähigkeit, Arbeit zu verrichten“, beispielsweise das Brennen von Zement:

Aus architektonischer Sicht ist der „Spargel“ mit seinem Eingangsbereich und der angeschlossenen Brunnenanlage ein Kleinod. Die silberne Edelstahlkugel ist aus vielen Straßen der Stadt zu sehen und bildet dadurch das visuelle Zentrum Berlins.
Die Kugel ist fast die optimale Form für den geringstmöglichen Windwiderstand.

Die in der Kugel enthaltene Aussichtsplattform und das Drehrestaurant zeigen, dass in der DDR Gebäude für die Menschen und nicht für den Profit gebaut wurden. Natürlich gab es auch einen dazugehörigen Souvenirladen. Wer kann sich nicht an die Kugelschreiber in Fernsehturmform erinnern?

Die beiden letzten Bilder sind auch aus dem oben genannten Buch.