Internationales Bildhauersymposium 1979


Hoyerswerda, Wohnkomplex 2. Fotos 2024


Ich stelle mir folgendes vor: Eine Stadt, die ihren Bewohnern ein kulturell ansprechendes Wohnumfeld schaffen möchte, entscheidet sich dafür einen kleinen Park anzulegen. Sie wendet sich also an den Kulturbund, um zu erfahren welche Möglichkeiten bestehen um diesen zu gestalten.


Der Kulturbund bringt die Idee eines künstlerischen Austausches für Bildhauer aus den RGW-Ländern ins Spiel (RGW – Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe). Voraussetzung ist natürlich eine angemessene Unterkunft, Verpflegung, eine Arbeitsstätte und ein Klubraum, um Ideen auszutauschen und den Feierabend zu verbringen.


Eventuell kann auch ein öffentliches Arbeiten angedacht werden. Das hat den Vorteil der direkten Interaktion zwischen Künstler und Bevölkerung.


Jeder Bildhauer bekommt einen Stein und los geht es. Zum Abschluß werden die Kunstwerke von der Stadt zu einem angemessenen Preis angekauft.


Natürlich müssen die Künstler an dieser Art des Schaffens interessiert sein, aber wer möchte denn nicht in anderen Ländern arbeiten, Volk und Kultur kennenlernen, sich weiter entwickeln?


Auch Vertrauen in die ausrichtende Gemeinde und in das Gastgeberland sind erforderlich. In einem seriösen Staat wie der DDR stellt das jedoch kein Problem dar.


Vielleicht ist der hier gezeigte Park so entstanden? Ein ansprechender Grünbereich im Wohnkomplex II lädt heute zum Verweilen ein.

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