
Willst du wissen, was das ist,
was das heißt: ein Aktivist?
Das ist einer, der nicht fragt,
wartet was ein andrer sagt.
Das ist einer, der nicht zaudert,
der vor keiner Arbeit schaudert.
Ob mit Hammer oder Spaten,
kein Gejammer, sondern Taten!
So, nun weißt du, was das ist.
Bist du auch ein Aktivist?
Hermann Henselmann, Architekt.
Frei nach Friedrich Engels, das steckte so in meinem Kopf: Arbeit ist die erste Bedingung zur Menschwerdung des Affen.
Konkret: „Sie ist die erste Grundbedingung alles menschlichen Lebens, und zwar in einem solchen Grade, daß wir in gewissem Sinn sagen müssen: Sie hat den Menschen selbst geschaffen.“
aus: 2. Konvolut „Dialektik der Natur“
Auch die Begründung ist sehr simpel. Arbeit ist die Grundlage jeder Entwicklung der Produktivkräfte (der Menschen). Also ist sozialistische Arbeit, jene die die Entwicklung des Menschen allseitig fördert. Das ist nicht so einfach, daher gab es für solche Leistungen auch eine ehrenvolle Auszeichnung.

Ein Aktivist ist also ein Werktätiger, der außerordentliche Leistungen bei der Erfüllung des Planes und im sozialistischen Wettbewerb vollbringt. Er wirkt beispielgebend bei der Verbesserung der Arbeitsorganisation. Er teilt seine Erfahrungen mit anderen Werktätigen. So konnte es gelingen, in der DDR die schwierige Aufgabe des Wiederaufbaus zu meistern und für viele Menschen ein würdiges Leben, ohne Armut und Existenzangst zu sichern.

Quelle: Meyers Neues Lexikon, VEB Bibliographisches Institut, Leipzig, 1972