
Proletarischer Internationalismus ist einfach zu erklären, wenn man sich in das heute weitgehend unbekannte Reich der Linguistik begibt.
Proletarier sind in der Definition von Marx und Engels Produktivkräfte (Menschen), die zur Sicherung ihrer Existenz gezwungen sind, ihre Arbeitskraft am Markt zu verkaufen. Die Arbeitskraft und damit der Mensch werden zu einer Ware.
„Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!“ lautet der letzte Satz im „Manifest der Kommunistischen Partei“ von 1848. Damit ist das Wort Internationalismus wohl umfassend beschrieben. Gleiche Interessen und Ziele erfordern gemeinsame Anstrengungen zur deren Realisierung.
Ein hervorragendes Beispiel für proletarischen Internationalismus sind die Internationalen Brigaden gewesen, die 1936-1937 in Spanien für die junge Republik gegen den faschistischen Putsch gekämpft haben. Ludwig Renn hat darüber ein gutes Buch geschrieben.