Balkonbrüstungselement um 1980

Halle, Straße der Aktivisten, heute August-Lamprecht-Straße. Foto 2022

Als Aktivist wurde in der Sowjetischen Besatzungszone (1945-1949) und in der DDR (1949-1989) ein Arbeiter bezeichnet, der durch außergewöhnliche Leistungen in der Produktion oder in der Planung der Produktion einen hohen Nutzeffekt für die gesamte Gesellschaft erbracht hatte. Man kann sie auch als Bahnbrecher bezeichnen.

Ein überragendes Beispiel war der Bergmann Adolf Hennecke, der durch kluge Arbeitsorganisation 1948 die damalige Norm beim Kohlebergbau um über 300 % erfüllte.

Als Aktivist der 1. Stunde wurden Menschen bezeichnet, die trotz der enormen Kriegsschäden 1945 nicht den Mut verloren und der Bevölkerung mit gutem Beispiel vorangingen. Ab 1949 wurde der 13. Oktober als Ehrentag der Aktivisten begangen. An diesem Tag wurde auch die begehrte Auszeichnung „Verdienter Aktivist“ verliehen.

Hinterlasse einen Kommentar