
Im Jahr 1993 konnten die damaligen Machthaber die alten Straßennamen nicht mehr leiden. Charlotte Grupa und Karl Laube mussten als Identifikationsfigur verschwinden. So wirkt das Schattenspiel der Lichtwand als Erinnerung.
Charlotte Grupa hat in der Zeit des Faschismus das Frauengefängnis Barnimstraße in Berlin und das KZ Ravensburg überlebt. 1950 wurde sie in den 1. Brandenburger Landtag gewählt.
Karl Laube trat 1923 in die Kommunistischen Partei Deutschlands ein. Von 1927 bis 1933 war er Stadtverordneter in Grünberg (Zielona Gora) und Mitglied des Landtages Schlesien. Von den Nazis wurde er mehrfach inhaftiert, zuletzt im niederschlesischen KZ Groß Rosen. Nach der Niederlage des Faschismus beteiligte er sich aktiv am Wiederaufbau Deutschlands in Brandenburg und im Bezirk Potsdam.